Vogelfreunde Bürstadt 1933 e.V.
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Vogel des Jahres 2016 - Stieglitz

Stieglitz - Foto: NABU/F. Derer

Einen Tänzer zwischen den stechenden Disteln, der die Widerhäckchen und Dornen mit flinken Wendungen zu vermeiden weiß, nennt ihn Richard Gerlach.

Dem kunterbunten Kerlchen kann man in ganz Europa mit Ausnahme des hohen Nordens begegnen. Zur Nistzeit im Fühjahr ist er nur selten zu sehen. Er ist nämlich außerordentlich vorsichtig, weiß sich und sein Nest meisterhaft zu verstecken. Nur sein Gesang verrät ihn manchmal.

Das Weibchen flicht in die Außenwände des Nestes Flechten, Blätter, auf Fichten auch Nadeln ein und paßt es der Umgebung an. In Gärten baut der Stieglitz sein Nest gern auf Pflaumen-, Apfel- oder Kirschbäumen, in Parkanlagen auf Ahorn oder Pappeln.

Während das Weibchen 12 bis 14 Tage auf seinen 5 bis 6 Eiern, bringt ihm das Männchen die Nahrung ans Nest. Beide Altvögel füttern dann die Jungen vorerst mit Blattläusen, später mit vorverdauten Samen. Wenn die Jungen flügge geworden sind, schließen sich die Stieglitze zu Schwärmen zusammen, die auch den ganzen Winter in der Gegend bleiben.

Mit Vorliebe und sehr geschickt lösen sie die ölhaltigen Distel- und Klettensamen ab und fressen auch gerne Samen anderer Pflanzen wie die Köpfe des Löwenzahns.