Vogelfreunde Bürstadt 1933 e.V.
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Vogel des Jahres 2011 - Gartenrotschwanz

Gartenrotschwanz

Ziegelrot ist nicht nur sein Schwanz, sondern auch seine Brust. Auch an seiner kreideweißen Stirn über dem schwarzen Köpfchen ist er leicht zu erkennen, zumal im zeitigen Frühjahr, wenn Baum und Busch noch unbelaubt sind. Denn bereits in der ersten Aprilhälfte kehrt der Gartenrotschwanz in seine über ganz Europa ausgedehnte Heimat zurück, die er im September oder Anfang Oktober verlassen hat, um im tropischen Afrika zu überwintern. Er ist ein Bewohner lichter Wälder, man begegnet ihm aber auch in Parkanlagen und Gärten in der Nähe menschlicher Siedlungen.

Er fällt vor allem dadurch auf, daß er sehr lebhaft ist, nie ruhig bleibt und dabei fast ständig mit seinem Schwanz wippt.

Das Männchen sitzt gern auf Hausdächern und läßt dabei seinen knarrenden Gesang hören. Sein mit Haaren und Federn ausgepolstertes Nest aus Wurzeln, Halmen, Moos und Laub baut der Gartenrotschwanz in Mauerlöchern, im Dachgebälk eines Schuppens, in einem Holzstoß oder auch gern in einem aufgehangten  Halbnistkasten.

 Das Weibchen brütet sein aus 5 bis 8 Eiern bestehendes Gelege allein in 13 bis 15 Tagen aus. Wenn die Jungen ausgeschlüpft sind, bringen die beiden Altvögel ihren ewig hungrigen Jungen Raupen, Schmetterlinge, Baumwanzen, Käfer und andere Insekten, die sie sehr geschickt auch im Flug fangen.

Nach 12 bis 16 Tagen verlassen die Jungen das Nest, und bald nachdem sie sich selbständig gemacht haben, beginnen die Alten mit dem Bau eines neuen Nestes für ihr zweites Gelege.